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Trinitatis - Was ist das?

Seit dem ersten Sonntag nach Pfingsten begehen Christen den Dreifaltigkeitssonntag. Dieser Tag wird auch Trinitatis genannt. Er geht nicht auf ein konkretes Ereignis im Leben Jesu zurück. Im Mittelpunkt steht die Heilige Dreifaltigkeit aus Gott, Sohn und Heiligem Geist – das ist auch die Bedeutung des lateinischen Namens „Trinitatis“ für das Fest: „drei“ und „Einheit“.

Im Kirchenjahr geht damit die Festzeit von Weihnachten über Ostern bis Pfingsten zu Ende und es beginnt mit Trinitatis eine Zeit ohne große Feste.

Die nachfolgenden Sonntage werden daher durchgezählt als erster, zweiter, dritter usw. „Sonntag nach Trinitatis".

Trinitatis ist seit dem 14. Jahrhundert fester Bestandteil unseres Kirchenjahres. Einheitliche Bräuche oder eine Festtradition gibt es dabei nicht.

Das Wort versucht, das scheinbar Unmögliche auszudrücken, nämlich dass Gott gleichzeitig drei und einer ist. Um das zu verstehen, hilft es vielleicht, sich vor Augen zu führen, wie Menschen Gott in der Geschichte erfahren haben:

… als Schöpfer, der seine Welt und die Menschen liebt wie ein Vater seine Kinder,

… als ein Gott, der in Jesus Christus, seinem Sohn, selbst Mensch geworden ist und das menschliche Leben geteilt hat,

… als Gott, der im Heiligen Geist bei den Menschen immer noch gegenwärtig und lebendig ist.

Für uns Christen des 21. Jahrhunderts ist das nicht immer verständlich. Dennoch versuchen wir etwas zu verstehen, was für uns letztlich unfassbar ist. Aber vielleicht geht es dabei auch gar nicht so sehr um das verstandesmäßige Erfassen als vielmehr darum, diesen Gott und seine Liebe zu uns Menschen zu erleben. Nach Matthäus 28,19 werden Christen im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft: „Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker. Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes…“. Diesen Hinweis auf die Trinität finden wir nur bei Matthäus. Die Geschichte von Jesu Himmelfahrt fehlt (wie übrigens auch im Johannesevangelium) bei Matthäus. Anstelle der Himmelfahrtsgeschichte ist bei Matthäus der „Missionsbefehl“ überliefert.


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